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10.04.2009

Lessing-Grundschule: Mit dem Bürgermeister im Gespräch

lessingDie Klassen 6a und 6b der Lessing-Grundschule aus Falkensee-Finken-krug bekamen im Unterricht eine interessante Aufgabe gestellt. Im Fach „Politische Bildung“ beschäftigten sie sich mit der Frage: „Was möchte ich in meiner Stadt verändern?“ Das Ergebnis überraschte aufgrund seiner Vielseitigkeit sehr und sollte den Politikern glatt als Pflichtenheft ausgehändigt werden. Hier einige Beispiele:

„Ich würde mich freuen, wenn der Königsgraben sauberer wäre, weil mir die Enten Leid tun, die dort schwimmen.“

„Ich möchte, dass es mehr und vor allem größere Spielplätze gibt, denn dann muss man nicht so weit laufen, bis man einen guten Spielplatz findet.“

„Die ständige Bebauung muss aufhören, damit unser NOCH grünes Städtchen auch so grün bleibt.“

„Mehr Lehrer müssen an die Schulen, um den ständigen Unterrichtsausfall zu vermeiden.“

„In ganz Falkensee sollen mehr Mülleimer stehen, damit die Leute ihren Müll nicht überall hinwerfen.“

„Außerdem finde ich es gemein, dass Hundehalter Steuern bezahlen müssen und Katzen für gar nix bezahlen müssen. Obwohl Katzen doch die vom Aussterben bedrohten Vögel fressen.“

„Ich wünsche mir mehr Fahrradwege, weil die Fahrradfahrer sonst immer auf der Straße fahren müssen.“

„Ich finde, Falkensee könnte auch einen Streichelzoo ganz gut gebrauchen, denn jedes Kind liebt Tiere und das erst recht, wenn es die Tiere auch noch anfassen darf.“

„Die nächste Sache wäre, dass mehr Laternen an den Fußwegen aufgestellt werden. Wenn man spät von einem Freund nach Hause kommt, sieht man sonst nichts.“

„Mein Favorit wäre der Bau einer Skihalle nach dem Vorbild von Dubai, damit auch Wintersportfans hier Ski fahren können.“

„Riesig freuen würde ich mich auch über eine Minigolfbahn, am besten mit einem Eisstand.“

„Die Pferdebesitzer sollten dafür sorgen, dass ihre Pferde nicht unsere Sandstraßen mit ihren Hufen zerstören. Sie sollten lieber auf ihrer riesigen Koppel rumlaufen, davon haben sie sowieso viel zu viele – und benutzen sie gar nicht.“
„Ich finde, es dürften nicht so viele Bäume gefällt werden. Manche Bäume können bis zu 100 Jahre alt werden, aber sie werden trotzdem gefällt.“

Zusammen mit ihrer Lehrerin Kristina Scheibe haben die Kinder die Vorschläge gesammelt und eine Top-10 der Vorschläge aufgestellt, die besonders oft genannt wurden. Dazu zählen:

– Mehr Mülleimer und Hundetoiletten
– Ein Hallenbad für Falkensee
– Größere und mehr Spielplätze
– Mehr Fahrradwege
– Ausbau der Sandstraßen
– Mehr Grün, weniger Bebauung
– Mehr Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche
– Mehr Straßenbeleuchtung

Die Arbeiten der Kinder wurden gebunden und Bürgermeister Heiko Müller am 18. März in der Lessing-Schule überreicht. Der Bürgermeister diskutierte mit den Kindern vor Ort zwei Stunden lang über ihre Vorschläge und äußerte sich ausführlich über die Chancen einer Realisierung. Wichtig war aber vor allem das: Die Kinder haben einmal „live“ erfahren, wie jeder Bürger sein Mitwirkungsrecht ausüben kann – und das auch noch selbst getan.

Wenn in naher Zukunft einer der Punkte von der Top-10-Wunschliste in Falkensee umgesetzt wird, können die Kinder stolz behaupten, daran beteiligt gewesen zu sein.

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