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06.02.2010

Notinsel für Kinder

notEs gibt viele Situationen, die auf Kinder sehr bedrohlich wirken. Vielleicht werden sie von unheimlichen Fremden angesprochen, von mehreren Jugendlichen verfolgt, von Mitschülern um ihr Geld angegangen oder mal wieder vom Bahnpersonal fernab des bekannten Umfelds aus dem Zug geworfen. Vielleicht haben sie sich auch nur verlaufen, sind böse gestürzt oder müssen feststellen, dass ihr Fahrrad gestohlen wurde.

So oder so gibt es viele Fälle, in denen Kinder, die allein oder nur mit gleichaltrigen Freunden unterwegs sind, Angst bekommen. Dann könnten sie dringend Hilfe gebrauchen. Aber wer soll helfen? Hier greift die Aktion „Notinsel – Wo wir sind, bist Du sicher“ der Stiftung „Hänsel + Gretel“. Das Projekt wurde in Karlsruhe gestartet und hat seitdem viele weitere westdeutsche Städte erobert. Die Idee: Geschäfte, Institutionen, Restaurants, Kinos, Kioske und andere Firmen kleben einen Notinsel-Aufkleber in ihr Schaufenster und signalisieren Kindern so, dass sie hier immer Hilfe erhalten können. Ganz egal, ob ein Pflaster benötigt wird, ein Anruf bei den Eltern an­steht oder Schutz vor Gefahren gesucht wird: Die Projektteilnehmer haben sich zur Hilfe verpflichtet.

Ab März 2010 soll Falkensee als erste Stadt Brandenburgs Mitglied in der großen Familie der Notinseln werden. Das bedeutet, dass auch bei uns in der Stadt bald die allerersten Notinsel-Aufkleber zu sehen sein werden. Die ASB gGmbH hat im Auftrage des „Lokalen Bündnis für Familie – Falkensee“ den Kooperationsvertrag mit der Stiftung unterschrieben. Der Falkenseer Bürgermeister Herr Heiko Müller hat die Schirmherrschaft übernommen und die ersten zwölf Institutionen und Betriebe haben bereits (Stand 18. Januar 2010) ihre Bereitschaft erklärt, eine Notinsel für die Falkenseer Kinder zu bilden.

Ulf Hoffmeyer-Zlotnik aus dem Koordinationsbüro des Lokalen Bündnis: „Natürlich freuen wir uns, dass Falkensee auch bei diesem Thema die Nase vorn hat und als erste Brandenburger Stadt den Kooperationsvertrag unterschrieben hat. Wir haben daher zur offiziellen Eröffnung des Projekts in der zweiten Märzhälfte auch schon den Brandenburger Minister für Familie und den für Inneres angefragt.“

Damit das Netz der Notinseln im Ort möglichst eng geknüpft wird, suchen die Verantwortlichen noch intensiv nach weiteren Kinderfreunden, die sich beteiligen möchten. Sie schließen eine Kooperationsvereinbarung, erhalten das bundeseinheitliche Logo und eine Handlungsanweisung. Zum Sommer 2010 soll dann bereits ein Stadtplan erstellt werden, auf dem alle Notinseln verzeichnet sind. Schon jetzt wird daran gedacht, den Eltern das Projekt auf Schul- und Kitaelternabenden vorzustellen, damit sie das Projekt dann Zuhause dem eigenen Nachwuchs erläutern können.

Kontakt: Interessierte Geschäfte, Betriebe und Institutionen melden sich bitte beim Büro des Lokalen Bündnisses, Frau Carus, Tel.: 03322 – 28 44 39.

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