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26.08.2018

Pfingsten 2018: Die Oldtimer Show im Erlebnispark Paaren

Pfingsten 2018: Die Oldtimer Show im Erlebnispark Paaren

Knatternde Motoren, qualmende Auspuff­rohre, chromblitzende Scheinwerfer: Über Pfingsten fand auf dem Gelände vom Erlebnispark Paaren (MAFZ) die „Oldtimer Show“ (www.dieoldtimershow.de) statt. Seit über 17 Jahren ist das dreitägige Event ein Magnet für Liebhaber und Sammler aus der ganzen Branche, die …

… frei nach dem Motto „Sehen und gesehen werden“ ihre schönsten Stücke auf dem riesigen Areal präsentieren.

Dabei hatten alle Oldtimer-Fahrer mit einem Wagen, der vor 1985 gebaut wurde, freien Einlass auf das Gelände. In der Folge konnten auch in diesem Jahr über 6.000 Klassiker der Automobilgeschichte bestaunt werden. Dicht an dicht waren sie auf dem Rasen geparkt. Die Besitzer ließen sich nicht nur sehr gern mit ihren Wagen fotografieren, sondern standen auch jederzeit für die Beantwortung neugieriger Fragen bereit – wenn sie nicht gerade kopfüber unter der Motorhaube steckten, um hier wie dort noch etwas nachzujustieren.

Carsten Heine war mit seinem beigen Karmann Ghia vor Ort: „Der Wagen wird in diesem Jahr 50 Jahre und ist damit ein Jahr älter als ich. Ich habe die Luxusausführung, die hat immerhin Kopfstützen. Es gibt aber keine Anschnallgurte und natürlich erst recht keinen Airbag. Mein Oldtimer hat ein so genanntes H-Kennzeichen. Das bedeutet, dass der Wagen ‚historisch‘ und damit älter als 30 Jahre ist und nur die originalen Bauteile verwendet. Das H-Kennzeichen sorgt dafür, dass ich nicht so hohe Steuern zahlen muss. Diese ist für alle Oldtimer gleich – unabhängig vom Hubraum. Die Versicherung hingegen berechnet sich anhand eines Gutachtens und dem aktuellen Zeitwert. Je wertvoller der Oldtimer ist, umso höher ist auch die Prämie.“

Carsten Heine ist der Zweitbesitzer des Karmann Ghias. Er hat den Wagen einer alten Dame abgekauft, die ihn von Anfang an besessen und gefahren hat. Allerdings musste er viel Geld in die Restauration stecken: „Gerade der Karmann Ghia muss top restauriert sein, sonst rostet er einem unter dem Hintern weg. Ich hab den Wagen vor einem Jahr komplett entlackt und bis auf die letzte Schraube demontieren lassen. Sogar der Tank wurde von innen neu lackiert, weil er bereits anfing zu rosten. Den Oldtimer fahre ich nur bei gutem Wetter, im Winter darf er gar nicht auf die Straße. Bei Regen bin ich ihn auch nur ein einziges Mal gefahren – zu meiner eigenen Hochzeit.“

Die „Oldtimer Show“ steht jedem Oldtimer-Freund offen. Aus diesem Grund sieht man hier die US-Klassiker einträchtig neben dem Trabbi, einem alten VW Bus oder einem Alpha Romeo Spider 2.0 stehen.
Wer ein echter Oldtimer-Nerd ist, der nimmt im Großen Ring vom MAFZ Platz – und lauscht dem Experten auf der Bühne, der einen Wagen nach dem anderen vorfahren lässt und das Publikum mit einer niemals endenden Flut an öligen Informationen unterhält.

Die meisten Wagen sind nur zum Angucken da. Es gibt aber auch einige, die zum Verkauf stehen. Wer nicht gleich den ganzen Wagen kaufen möchte, sondern stattdessen nur nach Einzelteilen sucht, der wird auf dem „Teilemarkt“ fündig, der sich wie ein Ring um das Ausstellungsgelände herumzieht. Hier findet der Oldtimer-Freund alles, was das Herz begehrt – von der Schraube bis hin zu wichtigen Ersatzteilen, ohne die der metallische Stolz auf vier Rädern bald nicht mehr fahren könnte. Und natürlich gibt es auch schräge Devolutionarien – lustige Aufkleber, antike Metallschilder, DDR-Fahnen oder Militärartikel.

Richtig spannend wird es in der Brandenburghalle, denn hier bieten die Aussteller vom Miniaturauto über Lederjacken, Rockabilly-Schuhen und Süßigkeiten bis hin zu coolen T-Shirts alles an, was das Herz begert. Carsten Heine: „Wir Oldtimer-Fahrer, wir sind viele – und wir sind inzwischen eine echte Wirtschaftsmacht. Treffen finden das ganze Jahr über in ganz Deutschland statt. Die Oldtimer-Show im Erlebnispark Paaren ist deswegen so besonders, weil sie ein extrem breites Spektrum der Automobilgeschichte zeigt.“ (Text/Fotos: CS)

Dieser Artikel wurde in „FALKENSEE.aktuell – Unser Havelland“ Ausgabe 147 (6/2018) veröffentlicht.

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