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16.12.2018

Falkensee: Beim Mauerweglauf mit dabei!

Falkensee: Beim Mauerweglauf mit dabei!

Seit sieben Jahren findet der Mauerweglauf in Berlin statt, der auch unter dem Namen „100MeilenBerlin“ (www.100meilen.de) bekannt ist. Der Lauf führt auf dem ehemaligen Grenzstreifen einmal um das alte West-Berlin herum – und passiert dabei sogar Falkensee.

In diesem Jahr trauten es sich wieder 457 Läufer aus aller Welt zu, die 161 Kilometer auf dem heutigen Mauerweg zu Fuß und in einem Rutsch zu absolvieren. Sozusagen auf dampfenden Sohlen.

Holger Kohn (47) aus Falkensee: „Seit 2011 erinnert der Mauerweglauf an die Opfer der früheren Grenze, die Deutschland zwischen 1961 und 1989 teilte. Schirmherr der 100MeilenBerlin ist der frühere DDR-Bürgerrechtler Rainer Eppelmann. Da ich über den Fall der Mauer und die dadurch gewonnenen Freiheiten auch ganz persönlich sehr glücklich bin, ist es mir ein Bedürfnis, an diesem Event teilzunehmen. 2018 war bereits mein dritter Mauerweglauf – es ist immer wieder ein Erlebnis.“

Holger Kohn gehört zu den Hawk Lake Runners, die 2015 in Falkensee von Benny Martschewski gegründet wurden. Die Laufgruppe gehört keinem Verein an, sondern sieht sich als Zusammenschluss Gleichgesinnter, die sich immer am Donnerstag um 19 Uhr am Bahnhof Finkenkrug treffen. Stefan Neugebauer (36), der in Finkenkrug wohnt und 2006 nach einer Sportverletzung mit dem Laufen angefangen hat: „Unsere Laufgruppe ist offen für alle, jeder kann mitmachen – egal, wie schnell oder ausdauernd er oder sie ist. Manchmal starten wir gemeinsam zu einem Waldlauf, manchmal trainieren wir auch auf der Laufbahn am Rosentunnel.“

Beim Mauerweglauf traten in diesem Jahr auch 116 Staffeln an, die die Strecke jeweils in Zweier-, Vierer- und Zehnerteams unter sich aufteilten. Die Havelländer Hawk Lake Runners traten als Viererstaffel an. Kay Kubis (44) aus Falkensee, der 30 Jahre lang als Schwimmer unterwegs war und 2013 mit dem Laufen angefangen hat, weil Falkensee leider kein Hallenbad hat: „Bei der Viererstaffel gibt es festgelegte Wechselpunkte nach 32, 34, 37 und 60 Kilometer – und zwar in Teltow, Sacrow und Hennigsdorf. Wir haben für die 161 Kilometer zusammengerechnet 17 Stunden, 44 Minuten und 46 Sekunden gebraucht. Wir sind sicherlich nicht die schnellsten. Aber für uns ist es wichtig, mit dabei zu sein. Wir haben unseren Spaß.“

Das längste Teilstück absolvierte Markus Altmann (36), der in Priort lebt. Er ist 2015 zum Laufen gekommen und zieht erst bei Distanzen über 20 Kilometer die Laufsandalen aus. Er hat das 60-Kilometerstück absolviert und dafür 7 Stunden und 35 Minuten gebraucht. Er sagt: „Es ist wirklich so: Wer regelmäßig trainiert, kann nach einem halben Jahr garantiert eine ganze Stunde am Stück laufen. Das reicht bereits für den Falkensee-Spandauer Lauf der Sympathie aus.“ (Text/Fotos: CS)

Dieser Artikel wurde in „FALKENSEE.aktuell – Unser Havelland“ Ausgabe 150 (9/2018) veröffentlicht.

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