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17.12.2018

Nauen: In der Havelbus Schule

Nauen: In der Havelbus Schule

Große Aufregung bei der Klasse 1a der Dr. Georg Graf von Arco Grundschule in Nauen. Die 23 Kinder von Klassenlehrerin Anne Leschnitzer stehen alle vor der Schule und warten – auf den Bus. Denn zu ihnen kommt die mobile Havelbus-Schule als aller-aller-erstes nach den Sommerferien. Und der Bus, der mit Busfahrer Nico um die Ecke biegt, ist ganz besonders geschmückt: …

Die Havelbus-Schule wird in diesem Jahr 25 Jahre alt. Dank einer großzügigen Spende der Mittelbrandenburgischen Sparkasse ist die Arbeit der Schule auch weiterhin gesichert.

Karola Schulz von Havelbus: „Jedes Jahr führt die Havelbus-Schule nach der Einschulung rund 1.500 Schüler an die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln heran. Um sicher zur Schule zu gelangen und um Unfälle von Beginn an zu vermeiden, ist die Havelbus-Schule seit 25 Jahren fester Bestandteil des Sachkundeunterrichts der Erstklässler im Havelland.“

Andreas Plessow ist als Personaltrainer bereits seit 24 Jahren dabei. Er weiß, wie er die Kinder zu „packen“ hat, damit sie den Havelbus genau unter die Lupe nehmen. Schnell lernen sie, wie sie sich zum Einsteigen anstellen sollen, wie sie ihre Fahrkarte entwerten, wo sie sich setzen können und was die verschiedenen Piktogramme im Bus bedeuten. Da steht etwa in Bildform, dass der Bus auch Kinderwagen, Rollstühle und Fahrräder befördert, dass das Rauchen verboten ist und man doch auch bitte nicht im Bus isst oder trinkt.

Viele Fragen gibt es passend zum Bus. Etwa auch die, wie man ihn dazu bringt, an einer bestimmten Haltestelle anzuhalten. Dazu dient der rote Knopf, der auch prompt bei voller Fahrt um den Block probeweise betätigt wird. Besonders aufregend für die Kinder ist die Gefahrenbremsung, die auch prompt zwei Mal nacheinander durchgeführt wird. Da merkt der Nachwuchs, wie wichtig es ist, sich gut festzuhalten, um bei einer plötzlichen Bremsung nicht durch das gesamte Gefährt zu fliegen.

Andreas Plessow singt mit den Kindern, stellt Fragen, bindet sie ein. Wie wichtig es ist, seinen Anweisungen zu folgen, zeigt das Mäxchen, eine kindergroße Puppe. Sie steht – von Andreas Plessow gehalten – viel zu dicht am Bürgersteig und wird vom her­anfahrenden Bus eindrucksvoll gerammt. Jetzt ist klar, warum Mäxchen ein Pflaster auf der Nase hat. Und schon gewinnen die Havelbus-Zauberwörter wie „festhalten“ oder „beim Aussteigen nach rechts und links schauen“ eine ganz neue Bedeutung.

Am Ende gibt es Geschenke für alle Kinder, darunter Stundenpläne, Taschenwärmer und Malstifte. Dr. Jürgen Beyer, Direktor der Grundschule: „Richtig Bus fahren will gelernt sein. Bei uns ist der Großteil der Schüler bei der Bewältigung des Schulweges auf den Bus angewiesen. Deswegen ist die Havelbus-Schule für uns so wichtig.“

Bis zum 27. November ist die Havelbus-Schule nun unterwegs, um alle 1. Klassen erst in Nauen, dann in Falkensee und am Ende in Rathenow zu besuchen. (Text / Fotos: CS)

Dieser Artikel wurde in „FALKENSEE.aktuell – Unser Havelland“ Ausgabe 151 (10/2018) veröffentlicht.

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