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18.12.2018

Kino-Filmkritik: Wuff

Kino-Filmkritik: Wuff

Detlev Buck ist wieder da. Nachdem er sich zuletzt intensiv um „Bibi und Tina“ gekümmert hat, ist nun auch wieder Zeit für andere Stoffe da. Nach „Asphaltgorillas“ kommt mit „Wuff“ ein echter Feel-Good-Film vor allem für Hundebesitzer daher: Katzenfreunde werden mit dem Film nicht so viel Freude haben.

Im Episodenfilm geht es um vier Berliner Freundinnen, die alle so ihre Probleme mit der Liebe haben. Zum Glück gibt es ja liebenswerte Hunde auf dieser Welt, die dem Glück auf vier Pfoten auf die Sprünge helfen.

Die Journalistin Ella (Emily Cox) wird so etwa nicht nur im Job, sondern auch im Bett von ihrem Freund vorgeführt. Heulend holt sie sich aus dem Tierheim den „elendsten, verlassensten, traurigsten“ Hund, den es gibt. Mischling Bozer büxt aber gern einmal aus und führt sie direkt in den Wald – in die Arme von Förster Daniel (Kostja Ullmann).

Ex-Fußballer Oli (Frederick Lau) muss auf die Töle seiner alten Nachbarin aufpassen, die im Krankenhaus landet. Schnell wird daraus ein finanziell einträglicher Gassi-Service – der allerdings das Geschäft von Hundetrainerin Silke (Marie Burchard) in den Ruin treibt.

Und dann sind da auch noch die frustrierte Ehefrau Cecile (Johanna Wokalek), deren riesiger Hund immer auf den Ehemann losgeht. Und Maite Kelly spielt eine liebestolle Katzenbesitzerin, die sich ganz genau überlegen muss, ob sie verzweifelt genug ist, um einen Hundehalter in ihr Bett zu lassen.
Episodenfilme sind oft langweilig, weil sie ständig von einem Thema zum anderen springen und weil manche Erzählstränge besser sind als andere. In „Wuff“ sind die Geschichten so eng miteinander verwoben, dass das episodenhafte fast aufgelöst wird.

Buck hantiert abermals mit wirklich starken Charakteren, die nicht einseitig bleiben, sondern Tiefe mitbringen. Erfreulich ist, dass Buck im Gegensatz zu anderen Regisseuren nicht jede emotionale Regung ausspricht, sondern den Zuschauer durchaus mitdenken lässt. Schnell wird man jedenfalls in die Geschichten hineingezogen und fiebert mit seinen Figuren und vor allem auch ihren Hunden mit. Dabei gelingt es Detlev Buck sehr gut, wie schon in „Hände weg von Mississippi“ eine positive Grundstimmung zu erzeugen, sodass man bestens unterhalten und gut gelaunt aus dem Film nach Hause geht.

Wermutstropfen in einem ansonsten gelungenen Film sind manche Nebenfiguren wie Ellas Chefredakteur, die völlig klischeehaft überzeichnet sind. Überflüssig auch die immer wieder eingestreuten Traumsequenzen, die man komplett hätte streichen können. Dafür feiert der Zuschauer Katharina Thalbach als wortgewaltige Berliner Omi. (CS / Bild: DCM)

Tipp: 4 von 5 Sternen
FSK: ab 6 Jahren
Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=05f9AuhKa04

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