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02.01.2019

Volkstrauertag 2018 in Falkensee

Volkstrauertag 2018 in Falkensee

Am 18. November war Volkstrauertag. Der Gedenktag wurde 1919 vom Volksbund Deutsche Gräberfürsorge eingeführt, um an die gefallenen Soldaten des 1. Weltkriegs zu erinnern. Längst hat sich die Bedeutung dieses Tages gewandelt. Inzwischen gedenkt man den Toten beider Weltkriege – und aller Opfer von Gewaltherrschaft auf der Welt.

In Falkensee wurde zum stillen Gedenken auf den Friedhof an der Kremmener Straße geladen.

Die Beteiligung war sehr hoch. Neben Bürgermeister Heiko Müller erschienen auch viele Vertreter der SVV und der Politik, darunter Barbara Richstein, Dr. Michael Simon, Thomas Fuhl, Ines Jesse und Daniela Zießnitz. Auch Altbürgermeister Jürgen Bigalke war mit seiner Frau Regina mit dabei.

Daniela Görges-Ullrich von der Friedhofsverwaltung: „Auf unserem Friedhof haben wir das Soldatenfeld für gefallene Soldaten aus dem Zweiten Weltkrieg – mit 80 Gräbern. Und dann gibt es auch noch den Ehrenhain mit Zivilisten, Verfolgten und Zwangsarbeitern aus den Falkenseer Lagern, die den Krieg nicht überlebt haben.“

Gerd Bitterhoff, der sich auch in der Vorbereitungsgruppe Stolpersteine Falkensee engagiert hat: „Wir haben bei den 80 Toten aus dem Ehrenhain versucht, die Angehörigen ausfindig zu machen. Nur bei zweien ist es uns gelungen, sie kamen aus Warschau in Polen. Vom Säugling bis zum Großvater liegen hier Menschen begraben, die in den Lagern an Unterernährung oder an Infektionskrankheiten gestorben sind.“

Renate Gresens, Mitglied des Volksbunds Deutscher Kriegsgräberfürsorge e.V., hielt an beiden Grabstätten eine kurze Rede: „Gedenken heißt auch – wir haben nicht vergessen. 73 Jahre leben wir bereits in Frieden, der Krieg scheint fern.“

Bürgermeister Heiko Müller hielt eine Mahnrede: „Der Ursprung aller Kriege ist immer der Nationalismus. Wenn man sich heute umsieht, sind wir genau wieder auf diesem Weg. Die Völker scheinen offen für diese Gedanken. Unsere Aufgabe ist es nicht nur, das Gedenken an die Toten aufrechtzuerhalten, sondern auch, es in die Zukunft zu tragen. Die, die Krieg selbst erlebt haben, werden immer weniger. Momentan macht man sich wieder mehr Sorgen, ob der Frieden gehalten werden kann, als dies noch vor zehn Jahren der Fall war.“ (Text/Fotos: CS)

Dieser Artikel wurde in „FALKENSEE.aktuell – Unser Havelland“ Ausgabe 153 (12/2018) veröffentlicht.

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