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05.01.2019

Neujahrsempfang 2019 in Schönwalde-Glien: Bodo Oehme lädt ein!

Neujahrsempfang 2019 in Schönwalde-Glien: Bodo Oehme lädt ein!

Das neue Jahr beginnt traditionell mit den Neujahrsempfängen. Die Bürgermeister der Gemeinden und Städte laden die Aktiven und Wichtigen aus der Region ein: Es ist das erste große Wiedersehen nach der langen Weihnachtspause. Eine Rede hilft dabei, das anlaufende Jahr mit all seinen anstehenden Projekten und Vorhaben angemessen zu begrüßen.

In diesem Jahr machte Bürgermeister Bodo Oehme von der Gemeinde Schönwalde-Glien den Anfang und lud etwa 200 Personen in den großen Saal des Schönwalder Schwanenkrugs ein. Mit dabei – viele bekannte Gesichter aus Politik und Gesellschaft, so auch Landrat Roger Lewandowski, Landrat a.D. Burkhard Schröder, Staatssekretärin Ines Jesse, die Landtagsabgeordneten Barbara Richstein, Ursula Nonnemacher und Udo Folgart, der Kreistagsabgeordnete Michael Koch sowie die Bürgermeister Wilhelm Garn (Brieselang), Jürgen Hemberger (Dallgow-Döberitz) und Manuel Meger (Nauen). Lutz Gündel gab sich als Chef der Polizei im Havelland ebenso die Ehre wie Johannes Funke, Geschäftsführer vom Kreisbauernverband Havelland e.V.. Für ein strahlendes Lächeln auf dem Neujahrsempfang sorgten außerdem Heidekönigin Lena Hoffmeister, Erntekönigin Antonia Martini und die Ketziner Fischerkönigin Lisa-Marie Zessin.

Um den passenden Rahmen kümmerten sich der Gemischte Chor Schönwalde 1984 e.V. und Patrick Kaldasch am Klavier. Für ordentlich Zündstoff sorgte einmal mehr Bürgermeister Bodo Oehme, der kein Blatt vor den Mund nahm und angesichts zahlreicher regionaler Wahlen in der nahen Zukunft die Gelegenheit zu einem politischen Rundumschlag nutzte. Wärme, Klimaschutz und Stickoxide waren für den Freund klarer Worte nur ein Thema von vielen. In seiner Rede ging es auch um die zunehmende Gewalt gegen Polizei und Rettungskräfte, den Klimaschutzindex, den anstehenden Brexit und den Fußball. Auch die Datenschutzgrundverordnung und das Diesel-Fahrverbot erregten den Unmut des leidenschaftlichen Politikers, der ein ums andere Mal fassungslos das Publikum befragte, wie er denn all diese politischen Entgleisungen des Gesetzgebers dem mündigen Bürger erklären solle.

Umso mehr dankte der Bürgermeister den Feuerwehrleuten und ehrenamtlichen Helfern, die im heißen Sommer des vergangenen Jahres zahlreiche Großbrände in der Region löschen mussten – und das in einer Zeit allergrößter Wasserknappheit. Klar, dass Bodo Oehme auch hier wieder die Gelegenheit nutzte, um eine Lanze für die Grundwasserregulierung im Havelländischen Luch zu brechen, die vor 300 Jahren von Friedrich Wilhelm I. durch die Einführung des Grabensystems eingeläutet wurde. Dass dieses Grabensystem noch immer nicht wieder zu einhundert Prozent funktionstauglich ist, treibt den Schönwalder Bürgermeister weiterhin um.

Als Bürgermeister möchte man, dass es der Gemeinde gut geht. Für Bodo Oehme ist es vor allem der Verkehr, der auf sicheren Straßen fließen muss. Die desolate Streckenführung vor allem im ländlichen Bereich sorgt für Kopfschmerzen. Oehme: „Einer der schlimmsten Straßenabschnitte liegt zwischen Pausin und Schönwalde/Kanal. Ich werbe seit Jahren: Diese Straße muss saniert werden. Streckenabschnitte, die im schlechtesten Zustand sind, durfte ich immerhin schon benennen. Ministerin Schneider sagte zum Ausbau leider: Nein!“

Nicht einverstanden ist der Bürgermeister mit der aktuellen Diskussion der Bürger zur Abschaffung der Straßenbaubeiträge, die sogar in einer Petition mündete: „Seitdem habe ich viele aufgebrachte Bürgerinnen und Bürger, die ihre Beiträge nicht bezahlen wollen oder die ihre Straße erst dann ausgebaut haben wollen, wenn die Gemeinde dafür aufkommen muss. Das Problem ist nur: Die Straßen werden nach dem Baugesetzbuch gebaut. Dafür ist aber der Bund zuständig. Wenn das Gesetz kommen sollte, werden viele Grundstückseigentümer ihr Geld zurückfordern – ob das zum sozialen Frieden beiträgt?“

Schönwalde-Glien wächst. Frische Wohnungsbaugebiete gibt es in Schönwalde-Grünefeld, in Paaren im Glien, in Schönwalde-Dorf, in Pausin und in der Brieselanger Straße. Ein großes Pfund wird das Bauprojekt im Erlenbruch werden. Oehme: „Wir reden hier über 1.500 Wohneinheiten. Das könnten so 4.000 neue Einwohner werden. Reicht die vorhandene Infrastruktur? Nein.“

Bodo Oehme wünscht sich einen neuen Bahnhof zwischen Bötzow und Schönwalde, um auf diese Weise bis zu 25.000 Bürger auf die Schienen zu bringen und weg vom Auto zu bewegen: „Natürlich habe ich das auch der Ministerin Schneider vorgetragen und natürlich hat sie Nein gesagt, brauchen wir nicht.“ Ein Vorteil: Immerhin sorgt das neue Buskonzept des Havellandes dafür, dass Schönwalde-Glien engmaschiger versorgt und angefahren wird – und das sogar am Wochenende.

Ein Thema ist dem Bürgermeister ganz besonders wichtig in 2019 – das Jubiläum 30 Jahre Mauerfall: „Das werden wir das ganze Jahr über würdig begehen – u.a. mit einer neuen Radtour entlang der Berliner Mauer und mit einer großen Veranstaltung am 9. November.“

Den Mauerfall sieht Bodo Oehme selbst als größten positiven Einschnitt in seinem Leben an. Auch, weil er so die Gelegenheit dazu hatte, die Menschen und die Bürgermeister in den westdeutschen Partnergemeinden Muggensturm und Süderschmeddeby kennenzulernen: „Ein großes Geschenk ist das.“ (Text/Fotos: CS)

Dieser Artikel stammt aus „FALKENSEE.aktuell – Unser Havelland“ Ausgabe 155 (2/2019).

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